Reithmühle am Kamp

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Bereits 1281 wurde die Reithmühle hier am Kamp urkundlich erwähnt. Und jetzt über 700 Jahre später hatten wir sie im Zuge eine Rundwanderung besucht.
Erreichbar ist die Mühle entweder von zum Beispiel Krug weg über unsere erstellte Rundwanderung oder einfach von Steinegg her - in beiden Fällen ist aber gutes Schuhwerk von Vorteil.

Die Mühle war einst ein Gebäude in der Siedlung Reith bzw. Reuth und wurde 1291 von Reinhard von Kattau an das Stift Altenburg verkauft. Urkundlich erwähnt bereits 1281 im Zusammenhang mit einem Chunradus miles de Gerut.
1569 ebenfalls genannt, aber im Zuge von 4 öden Hofstetten. Aber auch zwischen 1613 und 1749 wird die Mühle mehrmals im Zuge von Gütertransaktionen oder Rechtshandlungen erwähnt.

1920 schliesslich, wurde die Mühle durch Graf Kufstein zu einem E-Werk umgebaut, in der einen 200 PS starke Francis-Turbine zum Einsatz kam. Elin lieferter damals einen Generator mit einer Leistung von 100 - 120 kW und einer Ausgangsleistung von 5000 Volt ab E-Werk. Damals waren im Endausbau immerhin 20 Orte an das Kraftwerk angeschlossen.
Doch in den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts wurden die Staukraftwerke von der damaligen NEWAG (heute EVN) erbaut und somit änderte sich in der Reithmühle einiges an der Durchflussmenge. Zwischen 1949 und 1956 wurden die drei Kamp-Kraftwerke Wegscheidn-Thurnberg, Dobrau-Krumau und Ottenstein eröffnet und schon 1957 wurde das Kufstein'sche E-Werk von der NEWAG übernommen und im Frühjahr 1958 endgültig geschlossen.

Das was man heute dort vorfindet erinnert aber noch sehr stark an diese längst vergangenen Zeiten und horcht man ganz genau hin, so erzählen die Mauern ganz viele Geschichten ...

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