Pernegg - Weg zur Stille

von Bernhard Renner

Den wunderbaren Spätsommervormittag nutzten wir heute für eine kurze Wanderung am 'Weg zur Stille' beim Kloster Pernegg.

Ein Spätsommervormittag wie er im Buche steht - Sonnenstrahlen, blitzblauer Himmel, noch saftiges Grün und Temperaturen um die 15°C. Nein, diesesmal wählten wir keine längere Strecke, sondern bewusst etwas Kurzes. Ein Wegstrecke so um die 4 km sollte es werden, damit auch Sonja ihren noch etwas angeschlagenen Fuss ausgewogene Ruhe und trotzdem Training verabreichen konnte.

Wir starteten die Runde beim Kloster Pernegg und kürzten sie aber dann bei etwa 3,5 km ab und marschierten nicht den Weg rein in den Ort Pernegg, sondern gerade weiter den Ortsteil Kastenhäuser. Der jedoch schöne Waldteil blieb uns für unsere Entspannung.
Schon bald erreicht man die Nikolaikapelle - sie ist ein Rest der Burg von Pernegg, die hier in der 1.Hälfte des 12. Jahrhunderts erbaut wurde.
Dem Waldsteig entlang, vorbei an einer Holztürinstallation erreicht man schon bald die ehemalige Aumühle. Diese wurde im 17.Jahrhundert erbaut und bis 1950 wirtschaftlich betrieben. Danach verfall sie allmählich, sodass heute nur noch ein paar Mauerreste zu erkennen sind.
Bevor man zur Bachbrücke kommt erkennt man nochmals Gemäuer - diese sind der Rest eines Bades, welches hier zur Freizeitgestaltung gerne benutzt wurde.

Wir marschieren dann über die Brücke und einen Steig empor, bevor wir auf die Strasse gelangen. Bis hierher waren wir schon mal gegangen - zweigten dann aber links in Richtung Mödring ab » im Juli 2020 - Pernegger Rundwanderweg. Heute bewegten wir uns weiter nach rechts in Richtung Nödersdorf. Jedoch nur eine kurze Strecke entlang der Strasse, denn dann biegt man schon wieder in Richtung Wald ein.
Auf einer Waldlichtung erkundeten wir nicht nur fleissige Bienen, die wohl noch die letzten Reste der Sommerernte in ihren Kästen bringen, sondern auch das Rednerpult. Der Aufforderung, die Stille zu durchbrechen um ein Gedicht vorzutragen, gingen wir nach - ich zitierte „Der Weg“ von Herbert Grönemeyer. Danach ging es wieder weiter.

Vorbei an der Marienquelle marschierten wir hier dann immer gerade aus durch den Ortsteil Kastenhäuser und kürzten somit die Gesamtstrecke um etwa einen halben Kilometer ab - Sonja's Fuss zu Gute ... aber wir werden hier sicherlich wieder vorbeikommen. Denn der Weg zur Stille heisst nicht umsonst so!

Mit knapp 4km Länge (auch wenn man die gesamte Runde marschiert nicht wesentlich länger) ist der Weg sehr leicht zu gehen. Ruhe und Entspannung in wunderebarer Umgebung und frischer Waldluft.

Zurück