Nockberge Biosphärenpark-Runde

von Bernhard Renner

Über die Biosphärenparkbahn Brunnach ging es heute hoch hinauf um von dort weg die Nockberge Biosphärenpark-Runde zu marschieren. Eine feine Runde bei durchwachsenen Wetterverhältnissen aber guter Laune.

„Der frühe Vogel fängt den Wurm“ dachten wir uns und waren damit bereits die ersten an der Kassa der Talstation. Mit der zweiten Gondel die sich in Bewegung gesetzt hatte, nachdem die Tore zur Bergbahn geöffnet wurden, flitzten wir hoch zur Bergstation Biosphärenparkbahn Brunnach. Eigentlich hatten wir noch keinen genauen Plan, wie der heutige Tag aussehen würde - wir wussten nur, dass wir nach der gestrigen, doch anstrengenden Tour auf den Grosser Rosennock, einfach eine einfacher Wandertour wählen wollten. So setzten wir uns in die Gondel nach oben und wählten erst oben anhand der Möglichkeiten eine Runde aus. Und da war sie dann auch schon: Nockberge Biosphärenpark-Runde.

Kaltes, extrem windiges Wetter erwartete uns oben - doch kein Regen und Hoffnung auf kommenden blauen Himmel liessen uns die Tour starten.
Der erste Teil mit leichtem Anstieg führte uns von 1908 m auf 2020 m zum Brunnachgatter. Hier pfiff der Wind schon echt toll, fast unangenehm über das Plateau. Ab hier marschierten wir dann ein Teilstück, das wir bereits Anfang August dieses Jahres mit der Tour Nockberge - Klomnock und Mallnock marschiert sind.

Da der Weg nun im Hang innerhalb des Tales führte, wurde auch der Wind, wohl noch frisch aber doch ruhiger, sodass es ab nun noch angenehmer zum Marschieren wurde. Auch die Wolken lockerten ab hier bereits auf und der blaue Himmel liess dann auch schon mal ein paar Sonnenstrahlen durch.

Die Rote Burg, eine Felsformation, ermöglichte uns einen tollen Blick zurück und auch ins nächste Tal - Weidefläche und wunderbare Berglandschaft! Hier ging's dann etwas bergab und schon bald kamen wir an die Kreuzung, wo wir entweder wieder zurück oder aber noch auf den Pfannock rauf konnten. Wir entschieden uns den Weg zurück zu nehmen und den Aufstieg auf den Pfannock uns für einen der nächsten Besuche in den Nockbergen vorzunehmen.

Der Retourweg, der innerhalb des hohen Tales führte, war schon viel angenehmer, weil windstill und die Luft bereits etwas wärmer. Noch immer (fast) Menschenleere auf der Wanderstrecke, genossen wir die Ruhe - die Stille, die nur durch unsere Schritte übertönt wurde.

Auf etwa halbem Weg zurück machten wir Halt in der St.Oswalder Bockhütt'n. Hier genossen wir die Sonnenstrahlen und den wunderbaren Ausblick. Mittlerweile war die Sonne doch hoch gestiegen und erhellte so den Grosser Rosennock in wunderbarem Licht. Durch die tolle Fernsicht konnten wir den Pfad, den wir hochgestiegen waren, nun sehr gut erkennen und erfreuten uns nochmals am gestrigen Tagesziel. Wenn wir auch nicht wirklich etwas sehen konnten, so konnten wir heute sehen, dass wir da sicherlich nochmals raufmarschieren werden ...
Von unserer Rast weg ging's dann schon bald wieder weiter am letzten Teilstück rauf zurück zur Bergstation.

Diese Runde ist einfach zu gehen, bedarf aber im Idealfall auch festem Schuhwerk und wenn's Wetter so wie heute mal pfeift, so sollte man mit windfester, warmer Kleidung ausgerüstet sein - denn sonst macht die Runde wohl keinen Spass.
Mit etwa 7 km Länge und einer Wegzeit von ca. 2 Stunden kann die Runde auch schon mal „zwischendurch“ gemacht werden. Und nachdem nach der Wanderung noch viel Tag übrig geblieben ist, nutzten wir die Zeit um die Nockalmstrasse zu befahren ...

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